{"id":467,"date":"2016-11-30T05:57:54","date_gmt":"2016-11-30T05:57:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cvsjq.ch\/?p=467"},"modified":"2016-11-30T05:57:54","modified_gmt":"2016-11-30T05:57:54","slug":"walliser-komponisten-haben-schon-gewonnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cvsjq.ch\/index.php\/de\/2016\/11\/30\/walliser-komponisten-haben-schon-gewonnen\/","title":{"rendered":"Walliser Komponisten haben schon gewonnen!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Zahlen sind eindeutig, die 310 Solisten, die am Walliser Juniorensolistenwettbewerb teilnehmen, bevorzugen klar Werke von Walliser Komponisten. Das Podium der meist-gespielten Solos ist zum ersten Mal fest in lokaler Hand: Eddy Debons, mit 81 Solos auf Platz 1, vor Bertrand Moren (33 Solos) und Gilles Rocha (21). Sowieso wird es am 3. Dezember im Kollegium Les Creusets in Sitten wieder eine geballte Ladung an Walliser Musikpower geben. <\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Am Samstag 3. Dezember werden neun Experten die schwierige Aufgabe haben, die Darbietungen zu bewerten und die acht jungen Solisten aus den 310 angemeldeten Musikantinnen und Musikanten zu bestimmen, die vor versteckter Jury (drei Experten aus England und Belgien) um den Gesamttitel k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><strong>Die Arbeit der Musiklehrer <\/strong><\/p>\n<p>Sie tragen als erste zum Teilnahme-Erfolg des Walliser Solisten Wettbewerbs (WJSQW) bei: die Musiklehrer und ihr unaufh\u00f6rliches Engagement. Sehen kann man sie aber nur beim Seitendrehen am Klavier w\u00e4hrend dem Wettbewerb. Zwei Lehrer fallen aber zahlenm\u00e4ssig als erste auf: die beiden Dirigenten C\u00e9dric Jacquemettaz aus Orsi\u00e8res und Christian Pfammatter aus Guttet-Feschel (Gemeinde, die er \u00fcbrigens auch noch pr\u00e4sidiert). Beide schicken je 23 Solisten in den Wettbewerb, gefolgt von David Bonvin (18 Sch\u00fcler), der Komponist Gilles Rocha (17) und der Dirigent Yvan Lagger (16).<\/p>\n<p>Die ersten drei Lehrer schicken insgesamt mehr als 20% der Solisten in den Wettbewerb. In der Top 10 fident man jedoch auch noch weitere sehr bekannte Geischter in der Walliser Blasmusikszene wie der Vater und der Sohn bei den Morens: Geo-Pierre und Bertrand schicken jeweils 14 Sch\u00fcler ins Rennen. Auch die Dirigenten Christophe Jeanbourquin (13) und David Welsh (12) sind noch zu erw\u00e4hnen. Alles in allem stemmen die 10 \u201ebesten\u201c Musiklehrer mehr als die H\u00e4lfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 22 Solisten haben sich \u00fcbrigens ohne ihren Lehrer zu nennen eingeschrieben.<\/p>\n<p><strong>Der Triumph der Walliser Komponisten<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Auswahl ihrer St\u00fccke setzen die jungen Musikerinnen und Musiker ihr ganzes Vertrauen in einheimische Komponisten. Jeder vierte (81) hat ein St\u00fcck von Eddy Debons aus Savi\u00e8se ausgew\u00e4hlt. Somit wurden die Werke des Solotrompeters aus Savi\u00e8se am Solistenwettbewerb bis heute 956 Mal gespielt. Folgen Bertrand Moren, aus V\u00e9troz (33 Interpretationen oder jeder 9. Solist) und Gilles Rocha, ebenfalls aus V\u00e9troz, mit 21 Solost\u00fccken (jeder 15.). Der ber\u00fchmte englische Komponist Philip Sparke (15 Solos) und der amerikanische P\u00e4dagoge Hale A. VanderCook (14) liegen weit hinten.<\/p>\n<p>Die Walliser Obermacht wird durch Bertrand Gay (6 Interpretationen), dem ehemaligen Walliser Solomeister Damien Lagger (4 Interpretationen) und durch Tony Cheseaux, Yvan Lagger, Yannick Romailler und C\u00e9dric Verg\u00e8re (je 2) noch erg\u00e4nzt. Von 39 Komponisten wird jeweils nur ein St\u00fcck interpretiert, was f\u00fcr ein abwechslungsreiches Programm sorgt.<\/p>\n<p><strong>Zw\u00f6lf Walliser Solost\u00fccke im Top 20! <\/strong><\/p>\n<p>Bei der Hitparade der zwanzig beliebtesten Solost\u00fccke figurieren zw\u00f6lf einheimische Komponisten. Sechs Werke von Eddy Debons \u2013 logischerweise \u2013 findet man ganz zuoberst auf dem Podest: \u201eFantasietta\u201c, das 16 Mal vorgetragen wird, \u00ab\u00a0Zingaresca\u201d (14 Mal), \u201eIntermezzo\u201c (12), \u201eDargilla\u201c (11). \u201eOriental Variations\u201c von Bertrand Moren wird 11 Mal gespielt, \u201eFiesta\u201c 9 Mal. Erst auf dem 7. Rang findet man die erste ausl\u00e4ndische Komposition: \u201eSong and Dance\u201c (8 Vortr\u00e4ge) vom britischen Musiker Philip Sparke, vor der \u00ab\u00a0Russian Dance\u00a0\u00bb (9) des deutschen Trompeter Oskar B\u00f6hme.<\/p>\n<p>\u201eDivertimento\u201c und \u201eFantasia Iberica\u201c (je 6 Darbietungen) von Eddy Debons schaffen es auch noch in die Top 10. Diese zehn meistgespielten Werke werden so rund 100-mal (98) aufgef\u00fchrt. Fast genau gleich viel wie die Werke (101), die nur einmal aufgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcrs grosse Finale: Duell zwischen Debons und Moren<\/strong><\/p>\n<p>Laut 20-j\u00e4hriger Wettbewerbsstatistik l\u00e4sst sich die Wahrscheinlichkeit, sich f\u00fcr den eigentlichen Wettbewerb nachmittags zu qualifizieren wie folgt aus: mit einem Solo von Eddy Debons ist diese Wahrscheinlichkeit am h\u00f6chsten (14,5%). Folgen erstmal Bertrand Moren (8,1%) vor Philip Sparke (7,2%), Oskar B\u00f6hme (3,3%), Carl H\u00f6hne (3,0%), Edward Gregson (2,7%), Ennio Porrino (2,4%), John Hartmann (2,2%) et Philip Wilby (2,1%). Um ins grosse Finale zu gelangen, haben die Walliser Komponisten die beste Gewinnquote. Mit einem St\u00fcck von Eddy Debons steht die Chance bei 18,8%. Folgen: Bertrand Moren (14,1%), Philip Wilby (8,2%), Gilles Rocha (7,1%) und Philip Sparke (5,3%).<\/p>\n<p>Die Solisten schienen Jahr f\u00fcr Jahr immer besser auf den Wettbewerbsstress vorbereitet zu sein. Die seit der Gr\u00fcndung des Wettbewerbs immer zur\u00fcckgehende Absenzquote bewies dies auf eindr\u00fcckliche Art und Weise. Anl\u00e4sslich der ersten Ausgaben hatte fast jeder f\u00fcnfte schlussendlich noch vor dem Wettbewerb aufgegeben (18% 1995 und 1997). In den darauffolgenden Jahren sackte diese Zahl auf 10-12% ein. 2015 stieg diese Zahl pl\u00f6tzlich wieder an: jeder siebte Solist\u00a0 (14,3% gab noch vor der ersten Wettbewerbsnote auf. 2005 war \u00fcbrigens das Rekordjahr: nur 9,9% der Angemeldeten (36 auf 401) stellten sich schlussendlich nicht dem Wettbewerb.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Internationale Solisten unter den Experten<\/strong><\/p>\n<p>Um all diese Konkurrenten zu beurteilen, haben die Organisatoren neun Experten engagiert, darunter drei international bekannte Solisten: Martin Winter (GB), ehemaliger Principal Cornet der ber\u00fchmten Desford, Harmen Vanhoorne (BEL), Principal Cornet der BB Buizingen und Solisten-Europameister 2010 und Brett Baker (GB), Solo- Posaunist der Black Dyke. Sechs Schweizer Jurymitglieder werden sie begleiten: Corsin Tuor (LU), Jean-Claude Kolly (FR), Christoph Luchsinger (TG), Jan M\u00fcller (BE), Nicolas Papaux (FR) und Daniel Bichsel (BE).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Qualifikationen am Morgen beurteilt jeweils nur ein Jurymitglied die Vortr\u00e4ge. Dies ist immer eine schwierige H\u00fcrde. In der Tat werden nur 80 Solisten (ebenfalls aufgeteilt zwischen den 102 kleinen und den 110 grossen Instrumenten) am eigentlichen Wettbewerb am Nachmittag (ab 13.30 Uhr) teilnehmen, wo die Juroren im Tandem wirken. Die Chance, sich zu qualifizieren steht also genau bei 1:3.<\/p>\n<p><strong>Mehr als 8000 Konkurrenten in 22 Jahren <\/strong><br \/>\n<figure id=\"attachment_319\" aria-describedby=\"caption-attachment-319\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC08028-1-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-319\" src=\"https:\/\/cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC08028-1-1024x768.jpg\" alt=\"Wer wird der Nachfolger von Lionel Fumeaux?\" width=\"474\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC08028-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC08028-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC08028-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC08028-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/DSC08028-1-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-319\" class=\"wp-caption-text\">Wer wird der Nachfolger von Lionel Fumeaux?<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Erfolg dieses 22. WJSQW entsch\u00e4digt auch die Grossz\u00fcgigkeit der Hauptsponsoren: Die Loterie Romande, die Bank Raiffeisen, Energies Sion R\u00e9gion (esr), der Staat Wallis und der Walliser Musikverband. Der Spezialpreis des \u201eNouvelliste\u201c zeichnet den j\u00fcngsten Teilnehmer am grossen Finale aus. Gut 200 Freiwillige tragen zum guten Gelingen dieser Veranstaltung bei, die von der Pers\u00e9v\u00e9rante aus Plan-Conthey, der Marcelline aus Gr\u00f4ne und der Concordia aus V\u00e9troz organisiert wird. Die vergangenen Ausgaben des Wettbewerbs haben jedes Mal ein zahlreiches Publikum angezogen, haben doch nicht weniger als 1200 Personen diesem musikalisch hochstehenden Wettbewerb beigewohnt.<\/p>\n<p>Seit seiner Gr\u00fcndung im Jahre 1995 hat der WJSQW, einer der gr\u00f6ssten Musikwettbewerbe in der Schweiz, 6981 Jugendlichen (zwischen 10 und 20 Jahren) erlaubt, sich aneinander zu messen. Der Wettbewerb steht Blechblas-instrumenten offen: Cornet, Fl\u00fcgelhorn, Trompete, Althorn, Bariton, Euphonium, Posaune und Bass. Wenn man die 786 Musiker, die am Quartettwettbewerb teilgenommen haben, dazuz\u00e4hlt, kommt man auf die stolze Zahl von 7749 Teilnehmern.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Acht Quartette im Wettkampf<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die 20. Ausgabe des Quartettwettbewerbs (diese Kategorie wurde erst 1997 eingef\u00fchrt) steht der Sieger der Oberklasse bereits heute fest: Shake Brass, das letztj\u00e4hrige Siegerquartett, tritt dort n\u00e4mlich alleine an. Die vier Musiker werden \u201ePhantasie\u201c vom englischen Komponisten John Golland interpretieren. In der Mittelklasse hingegen starten sechs Formationen mit einer Neukomposition von Ludovic Neurohr \u201eHousehold\u2019s Ghost\u201c gegeneinander an. A votre Port\u00e9e! aus St-Maurice, l\u2019Echoweiss aus Lens, Godl Quartett aus Conthey\/V\u00e9troz, Les Pitchounes aus den Haud\u00e8res, Minerva aus Bagnes und das Smurfs Quartet aus Salins treten gegen den Titelverteidiger an, das LCCS School Band Quartet, dessen Name an das Kollegium Les Creusets errinnert, wo der Wettbewerb stattfindet.<br \/>\n<figure id=\"attachment_352\" aria-describedby=\"caption-attachment-352\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/CVSJQ15-Quatuors-SUP-ShakeBrass-DSC06519-1-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-352\" src=\"https:\/\/cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/CVSJQ15-Quatuors-SUP-ShakeBrass-DSC06519-1-1024x683.jpg\" alt=\"Das Quartett Shake Brass steht als Sieger der Oberklasse bereits heute fest!\" width=\"474\" height=\"316\" srcset=\"https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/CVSJQ15-Quatuors-SUP-ShakeBrass-DSC06519-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/CVSJQ15-Quatuors-SUP-ShakeBrass-DSC06519-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/CVSJQ15-Quatuors-SUP-ShakeBrass-DSC06519-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/CVSJQ15-Quatuors-SUP-ShakeBrass-DSC06519-1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.cvsjq.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/CVSJQ15-Quatuors-SUP-ShakeBrass-DSC06519-1-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-352\" class=\"wp-caption-text\">Das Quartett Shake Brass steht als Sieger der Oberklasse bereits heute fest!<\/figcaption><\/figure>\n<hr \/>\n<p><strong>Der Zeitplan<\/strong><\/p>\n<p>Der Walliser Juniorensolisten- und Quartettwettbewerb findet am Samstag 3. Dezember 2016, im Kollegium Les Creusets, in Sitten statt. Der Zeitplan sieht wie folgt aus:<\/p>\n<ul>\n<li>08.45 Uhr Beginn des Qualifikationswettbewerbs f\u00fcr die Junioren<\/li>\n<li>13.30 Uhr Beginn der Walliser Meisterschaft der Juniorensolisten, der Minis und der Quartette<\/li>\n<li>19.00 Uhr Finale der Minis<\/li>\n<li>20.00 Uhr Grosses Finale der Junioren<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zahlen sind eindeutig, die 310 Solisten, die am Walliser Juniorensolistenwettbewerb teilnehmen, bevorzugen klar Werke von Walliser Komponisten. Das Podium der meist-gespielten Solos ist zum ersten Mal fest in lokaler Hand: Eddy Debons, mit 81 Solos auf Platz 1, vor Bertrand Moren (33 Solos) und Gilles Rocha (21). Sowieso wird es am 3. 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