{"id":4709,"date":"2023-12-11T06:21:19","date_gmt":"2023-12-11T06:21:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cvsjq.ch\/?p=4709"},"modified":"2023-12-11T06:37:25","modified_gmt":"2023-12-11T06:37:25","slug":"lea-fugnanesi-ist-walliser-vize-meisterin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cvsjq.ch\/index.php\/de\/2023\/12\/11\/lea-fugnanesi-ist-walliser-vize-meisterin\/","title":{"rendered":"Lea Fugnanesi ist Walliser Vize-Meisterin"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Oriane Br\u00fcckel zitterte nicht und schaffte den Hattrick vor zwei Baritoninnen: der Oberwalliserin Lea Fugnanesi aus Leukerbad und Antoine Zeiter aus St-Maurice, der auch der j\u00fcngste Finalist war. Bei den Minis holte sich L\u00e9a Boulnoix ihren Titel meisterhaft zur\u00fcck. Siege f\u00fcr das Team Libreville in den Quartetten und f\u00fcr DOFA in den Ensembles.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend diesem 28. Walliser Junior Solisten- und Quartettwettbewerb (WJSQW) vibrierten die S\u00e4le Recto-Verso und Giorla in<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00f4ne am Samstag unter den Kl\u00e4ngen von rund 360 Konkurrenten. Highlight des Tages war das Grosse Finale selbstverst\u00e4ndlich der k\u00fcnstlerische H\u00f6hepunkt der Veranstaltung und ein Feuerwerk der Virtuosit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Erneut begeisterte das allgemeine Niveau der Darbietungen nicht nur das Publikum, sondern vor allem auch die Jurymitglieder. Im Grossen Finale best\u00e4tigte&nbsp;<a>Oriane Br\u00fcckel (Cornet, Lyre Conthey, BB 13*,&nbsp;<\/a>98,5 Punkte) ihre Dominanz und auch die der jungen M\u00e4dchen, denn die Vize-Meisterin ist die Oberwalliserin Lea Fugnanesi (Bariton, Gemmi Leukerbad, BB&nbsp;13*&nbsp;B, 97,5). Sie liegt Antoine Zeiter (Bariton, Agaunoise St-Maurice, EC Ambitus, 96,5) vor, der den \u00ab\u00a0Nouvelliste\u00a0\u00bb-Preis f\u00fcr den j\u00fcngsten Finalisten gewinnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Minis dominieren die Cornets : L\u00e9a Boulnoix (Lyre Conthey) holt sich ihren Titel zur\u00fcck vor Louis Bolis (Echo d&rsquo;Orny Ori\u00e8res) und Evan Verg\u00e8re (Concordia V\u00e9troz).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Fanatismus der besten Art<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der belgische Komponist Jan Van der Roost, der den Auftrag erhalten hat, das Pflichtst\u00fcck f\u00fcr die Schweizer Meisterschaft 2024 zu schreiben, war nach dem Finale voll des Lobes: \u00abIch war Experte und habe rund 50 L\u00e4nder auf der ganzen Welt besucht: Ein solches Qualit\u00e4tsniveau gibt es sonst nirgends. Und man muss sich die ganze Arbeit vorstellen, die hinter diesen Leistungen steckt.\u00bb Der Jurypr\u00e4sident f\u00fcgte hinzu: \u00abEs bedarf eines echten Fanatismus im positivsten Sinne des Wortes, um solche Spitzenleistungen zu erreichen. Und wenn man bei den Ergebnissen sieht, dass es (ganz) junge Leute waren, die so gespielt haben, dann ist man \u00fcberw\u00e4ltigt.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p>Roger Webster, eine britische Legende des Cornets, lobte die hervorragende Virtuosit\u00e4t im Allgemeinen und im Finale im Besonderen. Alexis Demailly, Solo Cornet im Orchestre National de l&rsquo;Op\u00e9ra de Paris und in der Brass Band Paris, betonte den Unterschied zu Frankreich: \u00abUnsere beiden L\u00e4nder sind sich sehr nahe, auch kulturell. Aber wo franz\u00f6sische Musiker Noten und Rhythmen sehen werden, sp\u00fcren Sie hier bereits eine Phrasierung und eine Musikalit\u00e4t, die man gerne h\u00f6rt.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Mehrheit von M\u00e4dchen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr hatten sich 300 Solisten angemeldet, um sich im Rahmen eines der gr\u00f6ssten Musikwettbewerbe der Schweiz zu messen. Als der WJSQW 1995 zum ersten Mal stattfand, machten die M\u00e4dchen \u00abnur\u00bb 30% der Teilnahme aus. In der Zwischenzeit hat sich die Gesamtbeteiligung mehr als verdoppelt und die M\u00e4dchen haben gleichzeitig auch mehr als aufgeholt: In diesem Jahr waren sie mit 52,5% in der Mehrheit. Ein Novum in der Geschichte des Wettbewerbs. 156 M\u00e4dchen standen n\u00e4mlich 141 Jungen gegen\u00fcber. Ein Beweis daf\u00fcr, dass die Blechbl\u00e4ser im Wallis immer weiblicher blasen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alle Junioren- und Kadettenmeister<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben den Finalspielen vergibt der WJSQW in jeder der f\u00fcnf Kategorien einen Titel. Bei den Kadetten (14-16 Jahre) sind die Champions: Nathan K\u00fchni (Union instrumentale Troistorrents, EC Ambitus), bei den Cornets, Fl\u00fcgelh\u00f6rner und Trompeten, Tom Blanchut (Collongienne Collonges), der bei den Es-H\u00f6rnern einen Doppelsieg feierte, ebenso wie Antoine Zeiter (Agaunoise St-Maurice, EC Ambitus) bei den Baritonen und Euphoniums. Vincent Pralong (Echo de la Dent blanche Les Haud\u00e8res) siegt bei den Posaunen und S\u00e9bastien Perez (Collongienne Collonges) bei den B\u00e4ssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Junioren (17-20 Jahre) gewinnt Oriane Br\u00fcckel (Cornet, Lyre de Conthey, BB 13*) ebenfalls den Titel in der Kategorie Cornets, Fl\u00fcgelh\u00f6rner und Trompeten. Die anderen Siege gehen an Th\u00e9o Frossard (Union instrumentale Liddes), der einen Doppelsieg bei den Es-H\u00f6rnern erzielt, an Tiago Gon\u00e7alves (C\u00e9cilia Chermignon) bei den B\u00e4ssen, an Lea Fugnanesi (Bariton, Gemmi Leukerbad, BB 13* B) bei den Euphoniums\/Baritons und an Baptiste Bobillier (Echo d&rsquo;Orny Orsi\u00e8res, EC Ambitus) bei den Posaunen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hochkar\u00e4tige Experten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Beurteilung der Konkurrenten haben&nbsp;die Veranstalter acht unparteiische Experten ausserhalb des Kantons oder des Landes gew\u00e4hlt. Dieses Jahr waren die drei ausl\u00e4ndischen Juroren: Der ber\u00fchmte belgische Komponist Jan Van der Roost, der als Jurypr\u00e4sident amtiert, die englische Cornet-Legende Roger Webster und Alexis Demailly, Solo Cornet des Orchestre national de l&rsquo;Op\u00e9ra de Paris und der Brass Band Paris. Unterst\u00fctzt wurden sie von f\u00fcnf Schweizer Juroren von ausserhalb des Kantons: Michael Bach (LU), Serge Gros (VD), Marc Jeanbourquin (JU\/FR), Ueli Kipfer (BE) und Dominique Morel (FR).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein sehr anspruchsvoller Wettkampf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Ablauf des Wettbewerbs sieht vor, dass die Vorrunden am Vormittag stattfinden. Die eigentliche Walliser Meisterschaft findet am Nachmittag statt, w\u00e4hrend die Finalspiele der Minis und der Junioren am Abend im Recto-Verso-Saal ausgetragen wurden. Es gibt nur eine Jury f\u00fcr die Qualifikationen am Vormittag,&nbsp;immer noch eine sehr schwierige H\u00fcrde sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn nur 80 Solisten (je zur H\u00e4lfte aufgeteilt zwischen den 108 kleinen und 99 grossen Instrumenten) durften am Nachmittag (ab 13.30 Uhr) im Rahmen der Walliser Meisterschaft, bei der die Experten im Tandem arbeiten, auftreten.&nbsp;Anders gesagt: Eine von drei Qualifikations-Chancen! Diese stehen anschliessend 1 zu 10, um das grosse Finale zu erreichen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Grossz\u00fcgige Unterst\u00fctzung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Circa 200 Freiwillige widmen ihre Freizeit als Helfer und Mitwirkende zum Gelingen dieses Anlasses. Dieser wird seit der Gr\u00fcndung durch die Musikvereine Pers\u00e9verante Plan-Conthey, Marcelline Gr\u00f4ne und Concordia V\u00e9troz organisiert. Die fr\u00fcheren Ausgaben haben jedes Mal mehr als 1200 Personen angezogen, um diese Wettk\u00e4mpfe von hoher musikalischer Qualit\u00e4t zu verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erfolg des 28. WJSQW belohnt auch die Grossz\u00fcgigkeit der Hauptsponsoren Loterie Romande, Raiffeisen, Groupe Mutuel, Oiken, Staat Wallis und die eidgen\u00f6ssische und Walliser Musikverb\u00e4nde. Bei den Sonderpreisen hat der Preis des \u00abNouvelliste\u00bb den j\u00fcngsten Teilnehmer am grossen Finale ausgezeichnet:&nbsp;Kilian Morath aus Bramois (14!).<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Meisterschaft der Quartette und der kleinen Ensembles<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Siege f\u00fcr Libreville und die Gebr\u00fcder Robyr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei den \u00abklassischen\u00bb Blechbl\u00e4serquartetten (zwei Cornets, ein Es-Horn und ein Euphonium), die zum 26. Mal stattfanden (diese Kategorie wurde erst 1997 er\u00f6ffnet), schlug das Team Libreville aus Lens und Vex (J\u00e9r\u00e9mie und Samuel Bonvin, S\u00e9bastien und St\u00e9phanie Gaspoz) das Loch mit 94 Punkten f\u00fcr das Pflichtst\u00fcck \u00abChildren&rsquo;s Pictures\u00bb von Julien Roh. Es liegt damit vor dem Smurfs Quartet (Alex Germanier, Laeticia Baumgartner, Aline Bornet und Adrien Carthoblaz) und The Blondes and the Yellow (No\u00e9 Bezen\u00e7on, Julien Mabillard, Axelle Roux und L\u00e9ane Balet).<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der dritten Ausgabe des Wettbewerbs f\u00fcr kleine Blechbl\u00e4serensembles (3 bis 8 Musiker) konnte das Trio Doliflo der Gebr\u00fcder Dominique, Olivier und Florian Robyr aus Montana \u2013 das sich inzwischen mit dem Eintritt von Antoine Zeiter (der auch ein Robyr ist, da er Dominiques Sohn ist!) in ein Quartett verwandelt hat und nun DOFA Quartet heisst \u2013 seinen Titel verteidigen. Sie spielten eine Bearbeitung des 2. Satzes des \u00abStreichquartetts in F-Dur\u00bb von Maurice Ravel (88 Punkte).<\/p>\n\n\n\n<p>Sie setzten sich mit einem Atemzug gegen die Lady&rsquo;s\u00e9rables (Emilie Vouillamoz, L\u00e9a Crettenand, M\u00e9gane Zarrillo, Rachel Pellissier und Charl\u00e8ne Crettenand, 87) und The Red Band d&rsquo;Ayent (Serge Morard, Marie Rey, Eug\u00e9nie Fardel, Baptiste Cotter, Mathieu Riand, Cl\u00e9mence Morard Jonathan Moullet und Pascal Riand, 88) durch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oriane Br\u00fcckel zitterte nicht und schaffte den Hattrick vor zwei Baritoninnen: der Oberwalliserin Lea Fugnanesi aus Leukerbad und Antoine Zeiter aus St-Maurice, der auch der j\u00fcngste Finalist war. Bei den Minis holte sich L\u00e9a Boulnoix ihren Titel meisterhaft zur\u00fcck. 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