{"id":610,"date":"2018-12-04T06:04:55","date_gmt":"2018-12-04T06:04:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cvsjq.ch\/?p=610"},"modified":"2018-12-04T06:04:55","modified_gmt":"2018-12-04T06:04:55","slug":"mehr-als-300-jungmusiker-wollen-die-nachfolge-von-mathilde-roh-antreten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cvsjq.ch\/index.php\/de\/2018\/12\/04\/mehr-als-300-jungmusiker-wollen-die-nachfolge-von-mathilde-roh-antreten\/","title":{"rendered":"Mehr als 300 Jungmusiker wollen die Nachfolge von Mathilde Roh antreten"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Aufgrund der geltenden Alterslimite wird die zweifache Walliser Solistenmeisterin, Mathilde Roh, ihren Titel nicht verteidigen k\u00f6nnen. Am 8. Dezember werden nun \u00fcber 300 Solisten um den h\u00f6chsten Titel in Sitten k\u00e4mpfen. Mehr als die H\u00e4lfte der Musikanten hat sich f\u00fcr ein Werk eines Walliser Komponisten entschieden. Black Dyke&rsquo;s Dirigent, Nick Childs, wird den Vorsitz der Jury \u00fcbernehmen. Auf dem Programm stehen auch sieben Quartette.<br \/>\n<\/strong><!--more--><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die 24. Ausgabe des Walliser Juniorensolisten- und Quartettwettbewerbs (WJSQW) verspricht erneut spannende Wettspiele. Am Samstag, den 8. Dezember, wird das Kollegium Les Creusets in Sitten zu den Kl\u00e4ngen von sechs Quartetten und 304 Solisten vibrieren \u2013 wovon eine Mehrheit Kadetten (116) sind, gefolgt von Junioren (95) und den Minis (93).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In diesem Jahr ist der Anteil M\u00e4dchen (134 Konkurrentinnen oder 44%, -3,5% im Vergleich mit 2017) gegen\u00fcber den Jungen (170; 56%) etwas kleiner. Im Verlaufe eines Vierteljahrhunderts hat sich die Beteiligung insgesamt aber verdoppelt. Es spielen 109 Cornets, Fl\u00fcgelh\u00f6rner oder Trompeten (+11), 29 Alth\u00f6rner (-8), 41 Baritone und Euphoniums (+1), 29 Posaunen (+1) und 3 B\u00e4sse (-2). Hinzu kommen 93 Minis (-7) zwischen 10 und 13 Jahren, unterteilt in 56 Cornets\u00a0(-9), 14 Es-H\u00f6rner (+3), 10 Euphoniums -3), 12 Posaunen (+1) und 1 Bass (+1).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Walliser Komponisten bevorzugt<br \/>\n<\/strong>Die Walliser Solisten setzen auf massgeschneiderte Werke, damit sie ihr Talent hervorbringen k\u00f6nnen. Diese St\u00fccke stammen gr\u00f6sstenteils aus der Feder Walliser Komponisten, die 54% der aufgef\u00fchrten Werke geschrieben haben. Eddy Debons wird 84 Mal gespielt und von mehr als einem Viertel der Interpreten (28%) ausgew\u00e4hlt. Ausserdem werden 38 Werke von Bertrand Moren (12,5% der Teilnehmer) und 16 von Gilles Rocha (mehr als 5%) vorgetragen. Bei den regionalen Sch\u00f6pfern folgen Damien Lagger (8), Jean-Fran\u00e7ois Michel (7) und Bertrand Gay (6).<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In der Hitparade der meistgespielten Solos ist Eddy Debons mit grossem Abstand an der Spitze. In der Reihenfolge: \u00ab\u00a0Dargilla\u00a0\u00bb wird 13 Mal ausgef\u00fchrt, gefolgt von \u00ab\u00a0Alvaro\u00a0\u00bb, \u00ab\u00a0Fantasia Iberica\u00a0\u00bb und \u00ab\u00a0Fantasietta\u00a0\u00bb (10). Mit neun Auff\u00fchrungen stehen ex-aequo zwei weitere St\u00fccke von Debons, \u00ab\u00a0Zingaresca\u00a0\u00bb und \u00ab\u00a0Intermezzo\u00a0\u00bb sowie \u00ab\u00a0Fiesta\u00a0\u00bb von Bertrand Moren, das einem weiteren Solo des Komponisten aus V\u00e9troz \u00ab\u00a0The Wizzard\u00a0\u00bb (8) vorausgeht. Eddy Debons&rsquo; \u00ab\u00a0Divertimento\u00a0\u00bb (7) schliesst die Top Ten ab, in der nur ein \u00ab\u00a0fremdes\u00a0\u00bb Werk, Oskar B\u00f6hmes \u00ab\u00a0Russian Dance\u00a0\u00bb, auftaucht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Unabh\u00e4ngige Experten unter dem Vorsitz von Nick Childs<br \/>\n<\/strong>Zur Beurteilung der Konkurrenten haben die Verantwortlichen unparteiische Experten ausserhalb des Kantons oder des Landes gew\u00e4hlt. Dieses Jahr sind drei Engl\u00e4nder von aussergew\u00f6hnlichem Ruf vor Ort: Der Dirigent des ber\u00fchmten Black Dyke, Nicholas Childs, wird den Vorsitz der Jury \u00fcbernehmen, wo ihm Tom Hutchinson, der Principal Cornet der Cory, mehrfacher Europameister, sowie erstmals eine Expertin, Katrina Marzella, die Solobaritonin von Black Dyke, zur Seite stehen werden. Begleitet werden sie von f\u00fcnf Schweizer Juroren: Serge Gros (VD), Daniel Bichsel (BE), Jean-Claude Kolly (FR), Simon Estermann (SO) und Manuel Imhof (LU).<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr die morgendliche Qualifikation (ab 8:45 Uhr), welche bereits eine sehr schwierige H\u00fcrde darstellt. gibt es nur eine Jury. Zu den Wettbewerben der Walliser Solistenmeisterschaft werden am Nachmittag (ab 13:30 Uhr) dann nur noch 80 Solisten zugelassen, je 40 aufgeteilt zwischen 109 kleinen und 102 grossen Instrumenten, wobei die Experten als Tandem eingesetzt werden.\u00a0 Dies entspricht einer Chance auf eine Qualifikation von unter 2:5 (38%)!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Die Fr\u00fcchte der Ausbildung<br \/>\n<\/strong>Der Walliser Solistenwettbewerb wird national zurecht als schwierigster seinesgleichen eingestuft. Er vereinigt die gr\u00f6sste Anzahl Solisten und darunter am meisten\u2026 Walliser! Die permanente hohe Beteiligung an diesem Anlass ist das Verdienst von Leuten, die im Hintergrund arbeiten. W\u00e4hrend des Wettbewerbs treten diese lediglich bei der Interpretation in Erscheinung, wenn sie die Seiten der Klavierpartitur umbl\u00e4ttern. Rein zahlenm\u00e4ssig zeichnet sich ein Musikdozent besonders aus: C\u00e9dric Jacquemettaz aus Orsi\u00e8res, der 32 Musiksch\u00fclerinnen und Musiksch\u00fcler (!) entsendet, d.h. mehr als 10% aller Teilnehmer.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf ihn folgen Christian Pfammatter (22 Sch\u00fcler), der auch als Gemeindepr\u00e4sident Guttet-Feschel im Bezirk Leuk amtet, David Bonvin (16), G\u00e9o-Pierre Moren (15), Christophe Jeanbourquin (13), die Komponisten Bertrand Moren und Gilles Rocha und der englische Dirigent David Welsch (12). Die zehn zahlenm\u00e4ssig \u201ebesten\u201c Lehrer entsenden mehr als die H\u00e4lfte der Teilnehmer (154). Bemerkenswert! Es sei noch darauf hingewiesen, dass sich in diesem Jahr kein Musikant aus eigener Initiative registriert hat \u2013 alle haben den Namen ihres Mentors angegeben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Die Qualit\u00e4t des Unterrichts<br \/>\n<\/strong>Das Niveau des erteilten Unterrichts ist wirklich beachtenswert und l\u00e4sst sich auch messen! In den ersten Ausgaben des Walliser Solistenwettbewerbs entschieden sich mehr als 15% der Solisten, schliesslich nicht am Wettbewerb teilzunehmen. Dieser Anteil ist im Laufe der Jahre stetig zur\u00fcckgegangen. Die 10%ige \u00ab\u00a0No Show\u00a0\u00bb-Schwelle wurde erstmals 1999 \u00fcberschritten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach einem einmaligen und unerkl\u00e4rlichen Anstieg der abwesenden Solisten im Jahre 2015 (14%) hat sich der Trend zur Anwesenheit wieder verst\u00e4rkt. Letztes Jahr wurde ein neuer Rekord mit der Pr\u00e4senz von 94% der angemeldeten Solisten registriert. Ein klarer Leistungsausweis f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Vorbereitung durch die Musiklehrer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Wetteifer zwischen den Musikgesellschaften<br \/>\n<\/strong>Das Niveau der Ausbildung und die Begeisterung der Jugendlichen zeigen sich auch an den Truppen, die von den Musikvereinen an diesen Wettbewerb geschickt werden. An der Spitze steht die die Rosablanche Nendaz mit 18 Jugendlichen, gefolgt von der Edelweiss Orsi\u00e8res und der Union instrumentale Liddes (14). Es folgen zwei Trios: die Delegationen der Ancienne C\u00e9cilia Chermignon, der Echo des Glaciers Vex und der Concordia Bagnes (12) sowie die der Echo de la Dent-Blanche Les Haud\u00e8res, der Echo d&rsquo;Orny Orsi\u00e8res und der Helvetia Is\u00e9rables (11).<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit acht jungen Leuten erg\u00e4nzen die Avenir Bagnes und die Avenir Chamoson die Top Ten, die mehr als 40% der Teilnehmer ausmacht. Im Oberwallis sind die Alpina Wiler, die Minerva Ferden und die Fafleralp Blatten die dynamischsten Musikgesellschaften mit je vier Solisten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Effiziente Organisation<br \/>\n<\/strong>Der Erfolg dieses 24. WJSQW h\u00e4ngt auch von der Grossz\u00fcgigkeit der Hauptsponsoren ab: Loterie Romande, Raiffeisenbank, Energie Sion R\u00e9gion (esr), Staat Wallis und Walliser Musikverband. Diese Unterst\u00fctzung gew\u00e4hrleistet den reibungslosen Ablauf dieser Meisterschaft. Der Spezialpreis der Tageszeitung \u201eLe Nouvelliste\u201c ist eine besondere Leistungsanerkennung f\u00fcr die\/den j\u00fcngste\/n Finalteilnehmer\/in.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gut 200 Freiwillige widmen ihre Freizeit als Helfer und Mitwirkende zum Gelingen dieses Anlasses. Dieser wird seit der Gr\u00fcndung durch die Musikvereine Pers\u00e9verante Plan-Conthey, Marcelline Gr\u00f4ne und Concordia V\u00e9troz organisiert. Die fr\u00fcheren Ausgaben haben jedes Mal mehr als 1200 Personen angezogen, um diese Spiele von hoher musikalischer Qualit\u00e4t zu verfolgen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Sieben Quartettformationen<br \/>\n<\/strong><span lang=\"DE-CH\">F\u00fcr diese 22. Auflage (diese Kategorie wurde erst 1997 er\u00f6ffnet) wird der dreimalige Titelverteidiger der Oberklasse, Shake Brass, den 4. Sieg nicht feiern k\u00f6nnen, denn dieses Quartett war das einzige im Rennen.\u00a0<\/span><span lang=\"DE-CH\">In der mittleren Kategorie werden sich sieben Formationen messen, die die Komposition \u201eFamily Things\u201c \u2013 eigens geschrieben von Yvan Lagger f\u00fcr die diesj\u00e4hrige Meisterschaft \u2013 interpretieren.\u00a0<\/span><span lang=\"DE-CH\">Der Doppelsieger, das Quartett A votre port\u00e9e! aus St-Maurice, setzt seinen Titel wieder aufs Spiel und wird\u00a0<\/span><span lang=\"DE-CH\">mit folgender Konkurrenz konfrontiert<\/span><span lang=\"DE-CH\">: A la Bourre Martigny, Boulder Quartet Savi\u00e8se, Liberty Quartet Vex, Mixt In Brass Martigny, The Pink Ladies Nendaz und The Smurfs Quartett Salins. Zu beachten: Der mehrfache Posaunenmeister Lionel Fumeaux, der jetzt zu alt f\u00fcr den\u00a0<\/span><span lang=\"DE-CH\">WJSQW<\/span><span lang=\"DE-CH\">\u00a0ist, stellt sich wieder dem Wettbewerb &#8230;. mit dem\u00a0 Euphonium!<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Zeitplan<br \/>\n<\/strong>Die Walliser Solistenmeisterschaft findet am Samstag, 8. Dezember 2018, im Kollegium Les Creusets in Sitten statt.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<table>\n<tr>\n<td>08.45 Uhr<\/td>\n<td>Beginn des Qualifikationswettbewerbs f\u00fcr die Junioren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>13.30 Uhr<\/td>\n<td>Beginn der Walliser Meisterschaft der Juniorsolisten, der Minis und der Quartette<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>19.00 Uhr<\/td>\n<td>Finale der Minis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>20.00 Uhr<\/td>\n<td>Grosses Finale der Junioren<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund der geltenden Alterslimite wird die zweifache Walliser Solistenmeisterin, Mathilde Roh, ihren Titel nicht verteidigen k\u00f6nnen. Am 8. Dezember werden nun \u00fcber 300 Solisten um den h\u00f6chsten Titel in Sitten k\u00e4mpfen. Mehr als die H\u00e4lfte der Musikanten hat sich f\u00fcr ein Werk eines Walliser Komponisten entschieden. 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